- Der Adventskranz begleitet die vier Adventssonntage bis Weihnachten
- Jede Kerze steht für eine Adventswoche, die Deutungen reichen von Hoffnung bis Licht der Welt
- Der Brauch geht auf den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern im Jahr 1839 zurück
- Die Kerzen werden Sonntag für Sonntag ergänzt, eine Kerze mehr pro Woche
- Ein sicherer Stand und eine Kerzenbrennzeit ohne Aufsicht sind für Haus und Familie wichtig
Wenn draußen die Tage kürzer werden, steht auf vielen Tischen ein Kranz mit Kerzen. Der Adventskranz ist mehr als Dekoration. Er macht die Wartezeit auf Weihnachten sichtbar und lädt jede Woche neu zur Besinnung ein.
Was bedeutet der Adventskranz?
Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf die Geburt Jesu Christi. Der Adventskranz verdeutlicht dieses Warten mit einfachen Mitteln: Mit jedem Sonntag brennt eine Kerze mehr, das Licht nimmt zu. Dieses Bild entspricht dem christlichen Verständnis von Jesus als „Licht der Welt“ (Johannes 8,12).
Viele Deutungen sind gewachsen. Sie beziehen sich auf die Form, die Farben und das Material. Wichtig zu wissen: Es gibt keine einzige verbindliche Auslegung. Jede Familie darf eigene Gedanken mit dem Kranz verbinden.
Die Symbolik im Überblick
- Der Kreis steht oft für Ewigkeit und Gottes Treue, weil er keinen Anfang und kein Ende hat.
- Das Grün der Tannenzweige wird als Zeichen der Hoffnung und des Lebens gedeutet, auch im Winter.
- Die vier Kerzen stehen für die vier Adventssonntage.
- Die Farben sind bei vielen Kränzen Violett oder Rot. Die rosa Kerze am dritten Advent markiert die Mitte der Adventszeit, oft als „Gaudete“-Sonntag bezeichnet.
Die Kerzen und ihre Bedeutung
Häufig werden den Kerzen Begriffe zugeordnet, die man auch bei vielen Gemeinden findet:
- 1. Kerze: Hoffnung (die erste Kerze, die das Warten eröffnet)
- 2. Kerze: Frieden
- 3. Kerze: Freude (die rosa Kerze in der Mitte des Advents)
- 4. Kerze: Liebe
Manche Familien entzünden zusätzlich zu Heiligabend eine fünfte, weiße Kerze in der Mitte. Sie steht für die Geburt Christi.
Die Geschichte des Brauchs
Der Brauch geht auf den evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern zurück, der 1839 im Rauhen Haus in Hamburg arbeitete. Er wollte Kindern in seiner Einrichtung die Wartezeit bis Weihnachten verkürzen. Nach der überlieferten Darstellung stand auf einem Wagenrad eine Kerze für jeden Tag bis Heiligabend. Daraus entwickelte sich über die Zeit der heute bekannte Kranz mit vier Kerzen. In katholischen Gemeinden setzte er sich erst im frühen 20. Jahrhundert durch.
So zünden Sie den Adventskranz richtig an
- Am 1. Advent entzünden Sie die erste Kerze.
- Am 2. Advent zünden Sie zuerst die erste Kerze wieder an, dann die zweite.
- Am 3. Advent brennen drei Kerzen, die rosa Kerze ist die dritte.
- Am 4. Advent brennen alle vier Kerzen.
Viele Familien beten dazu ein kurzes Gebet, lesen einen Bibeltext oder singen ein Adventslied. Das muss nicht lang sein. Schon fünf Minuten am Abend schaffen einen festen Rhythmus.
Sicherheit und Pflege
- Stellen Sie den Kranz auf eine feuerfeste, stabile Unterlage und halten Sie Abstand zu Vorhängen und Gardinen.
- Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt, auch nicht für wenige Minuten.
- Kürzen Sie die Kerzen regelmäßig und löschen Sie sie, wenn der Kranz verlassen wird.
- Tannengrün trocknet mit der Zeit aus. Besprühen Sie es leicht oder ersetzen Sie es rechtzeitig.
Ob Kranz, Kerzen oder ein Adventskalender: Im Shop finden Sie passende Kerzen und Geschenke für die Adventszeit.
Christliche Kerzen → Adventskalender → Christliche Weihnachtsgeschenke →10 häufig gestellte Fragen zum Adventskranz
Was bedeutet der Adventskranz?
Der Adventskranz zeigt das Warten auf die Geburt Jesu Christi. Die Kerzen werden Woche für Woche mehr, bis an Weihnachten alle brennen. Dieses Licht erinnert an Jesus als „Licht der Welt“. Viele Familien lesen dazu einen Bibeltext oder beten gemeinsam, weil der Kranz damit mehr als Dekoration wird. Eine feste Deutung gibt es nicht, aber Hoffnung, Frieden, Freude und Liebe gehören zu den häufigsten Begriffen.
Warum hat der Adventskranz vier Kerzen?
Die vier Kerzen stehen für die vier Adventssonntage. Der Advent beginnt am Sonntag zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember und endet mit dem Heiligabend. Darum passen die vier Sonntage gut zu vier Kerzen. Ältere Kränze hatten teils mehr Kerzen, zum Beispiel den Kranz aus dem Rauhen Haus mit einer Kerze für jeden Tag bis Heiligabend. Die Vierzahl setzte sich wegen der Übersichtlichkeit durch.
Wer hat den Adventskranz erfunden?
Nach der überlieferten Darstellung entwickelte der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern den Brauch im Jahr 1839 im Rauhen Haus in Hamburg. Er wollte Kindern in seiner Einrichtung die Zeit bis Weihnachten veranschaulichen. Der Adventskranz fand zunächst vor allem in evangelischen Familien Verbreitung. Katholische Gemeinden übernahmen ihn später, in Köln hing 1925 erstmals ein Adventskranz in einer katholischen Kirche.
Welche Farbe haben die Adventskerzen?
Häufig sind die Kerzen violett oder rot. Die dritte Kerze ist oft rosa, weil der dritte Advent als „Gaudete“-Sonntag, also Freudensonntag, gilt. Rote Kerzen werden häufig mit Liebe oder dem Blut Christi gedeutet. Wer gern eine stille Form möchte, wählt weiße oder schlichte Kerzen. Entscheidend ist, dass die Farben zur Gestaltung und zum eigenen Empfinden passen.
Wie zünde ich die Kerzen richtig an?
Am ersten Advent entzünden Sie eine Kerze, am zweiten zwei und so weiter. Üblich ist, zuerst die bereits brennenden Kerzen wieder zu entzünden und dann die neue. Manche Familien richten sich nach der Reihenfolge im Kranz oder zünden die Kerzen im Uhrzeigersinn an. Eine feste Regel gibt es nicht. Wichtig ist, dass alle Kinder am Ablauf verstehen, welche Kerze wann dran ist.
Darf der Adventskranz mit Kindern angezündet werden?
Ja, Kinder sind bei diesem Brauch besonders gern dabei. Lassen Sie Kinder beim Anzünden zusehen oder mithelfen, aber nur unter Aufsicht eines Erwachsenen. Ein Feuerzeug mit Sicherheitsverschluss ist hilfreich. Gerade kleine Kinder brauchen klare Regeln: Kerzen nie berühren, nie allein lassen und nicht mit Stoffen oder Papier in Berührung bringen.
Wie sicher ist ein Adventskranz?
Ein Adventskranz ist sicher, wenn er stabil auf einer feuerfesten Unterlage steht und die Kerzen nicht zu nah an Vorhängen, Gardinen oder Zweigen brennen. Trockenes Tannengrün ist leicht entzündlich. Kürzen Sie die Kerzen regelmäßig, damit sie nicht zu tief in den Kranz hineinbrennen. Brennende Kerzen sollten Sie nie unbeaufsichtigt lassen, auch nicht kurz vor dem Schlafengehen.
Kann ich den Adventskranz selbst binden?
Ja, das ist einfach. Sie brauchen einen Kranzring aus Stroh oder Draht, Tannengrün, vier stabile Kerzen, Kerzenhalter und ein wenig Dekoration. Binden Sie das Grün eng um den Ring, damit der Kranz voll wirkt. Viele Familien basteln den Kranz gemeinsam, was den Advent zusätzlich zu einem Familienerlebnis macht.
Wie lange hält ein Adventskranz?
Die Kerzen brennen in der Regel über den Advent. Das Tannengrün verliert jedoch mit der Zeit Feuchtigkeit und wird spröde. Wenn Sie den Kranz am Ende des Advents aufheben möchten, nehmen Sie das Grün vorher ab oder ersetzen Sie es. Trockene Zweige sind leichter entzündlich und sollten nicht mehr mit offenem Feuer in Kontakt kommen.
Was ist die fünfte Kerze am Adventskranz?
Die fünfte Kerze ist eine große weiße Kerze in der Mitte des Kranzes. Sie wird häufig an Heiligabend oder am ersten Weihnachtstag angezündet und steht für die Geburt Christi. Sie ist kein fester Bestandteil des traditionellen Adventskranzes, aber viele Familien nutzen sie als feierlichen Abschluss der Adventszeit.
Welche Geschenke passen zur Adventszeit?
Ein Adventskalender mit einer kleinen Andacht pro Tag, eine christliche Kerze oder ein kleines Windlicht sind schöne Ideen. Wer Kinder beschenkt, kann einen Kalender mit Bibelgeschichten wählen. Für Erwachsene passen Bücher über den Advent oder Kerzen mit Motiv. Im Shop finden Sie dazu Kategorien für Adventskalender, Weihnachtsgeschenke für Kinder und Kerzen.