Wichtige Merkmale
Die Absalomerzählung als narrative politische Theorie: Inhaber politischer Macht bedürfen weisheitlicher Beratung, weise Berater hoffen auf Anklang im Ohr der Mächtigen.
Produktbeschreibung
Die Absalomerzählung als narrative politische Theorie: Inhaber politischer Macht bedürfen weisheitlicher Beratung, weise Berater hoffen auf Anklang im Ohr der Mächtigen. Analysen zu ihrem fruchtbaren Verhältnis.nnPolitische Macht braucht weisheitliche Beratung - weise Ideen brauchen institutionalisierte Macht.
Das 2. Samuelbuch erzählt u.a. von Absaloms Versuch, König David die Herrschaft gewaltsam zu entreißen. Dabei spielen weisheitliche Berater eine zentrale Rolle. Friederike Schücking-Jungblut analysiert die Erzählungen rund um den Absalomaufstand in ihrer vorliegenden Gestalt und ihrem literarhistorischen Wachstum und liest sie als narrative politische Theorie: Aus königszeitlicher Perspektive projiziert die Erzählung ein Modell gewaltsamer Herrschaftssukzession in die Frühzeit des Königtums in Juda/Israel und verwirft es zugleich verworfen, indem es narrativ scheitert. Die späteren redaktionellen Ergänzungen entfalten dann immer differenzierter das Verhältnis zwischen den Inhabern politischer Macht und ihren weisheitlichen Beratern. Der Absalomzyklus wird zur Paradigma-Erzählung über den Einfluss weisheitlicher Berater auf politische Entscheidungen. Politisches Handeln gelingt demnach nur im Zusammenspiel von institutionalisierter Macht und pragmatisch-machtpolitisch ausgerichteter Weisheit. Schücking-Jungbluts Analysen erweitern scharfsinnig den Blick auf ein zentrales Thema alttestamentlicher Schriften.
Dissertationsschrift
Dr. Friederike Schücking-Jungblut ist akademische Rätin auf Zeit am Lehrstuhl für Literaturgeschichte des Alten Testaments an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.nnIsmo Dunderberg ist Professor für Neues Testament an der Universität Helsinki.nnJan Christian Gertz ist Professor für Altes Testament an der Universität Heidelberg.nnDr. Hermut Löhr ist Professor für Neues Testament und Antikes Judentum an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.nnJoachim Schaper is Professor for Old Testament and is appointed to a Personal Chair in Hebrew, Old Testament and Early Jewish Studies at King's College, Aberdeen.
Über den Autor
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rnDr. Friederike Schücking-Jungblut ist akademische Rätin auf Zeit am Lehrstuhl für Literaturgeschichte des Alten Testaments an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Klappentext
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Das 2. Samuelbuch erzählt u.a. von Absaloms Versuch, König David die Herrschaft gewaltsam zu entreißen. Dabei spielen weisheitliche Berater eine zentrale Rolle. Friederike Schücking-Jungblut analysiert die Erzählungen rund um den Absalomaufstand in ihrer vorliegenden Gestalt und ihrem literarhistorischen Wachstum und liest sie als narrative politische Theorie: Aus königszeitlicher Perspektive projiziert die Erzählung ein Modell gewaltsamer Herrschaftssukzession in die Frühzeit des Königtums in Juda/Israel und verwirft es zugleich verworfen, indem es narrativ scheitert. Die späteren redaktionellen Ergänzungen entfalten dann immer differenzierter das Verhältnis zwischen den Inhabern politischer Macht und ihren weisheitlichen Beratern. Der Absalomzyklus wird zur Paradigma-Erzählung über den Einfluss weisheitlicher Berater auf politische Entscheidungen. Politisches Handeln gelingt demnach nur im Zusammenspiel von institutionalisierter Macht und pragmatisch-machtpolitisch ausgerichteter Weisheit. Schücking-Jungbluts Analysen erweitern scharfsinnig den Blick auf ein zentrales Thema alttestamentlicher Schriften.
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rnAbsalom verschwört sich gegen seinen Vater, König David. Über Glück und Unglück entscheidet der Rat der Weisen. Friederike Schücking-Jungblut analysiert anschaulich die Erzählungen rund um den Absalomaufstand in ihrer vorliegenden Gestalt und ihrem literarhistorischen Wachstum und entdeckt: Sie haben politikwissenschaftliches Potenzial! Die königszeitliche Perspektive präsentiert dabei zunächst ein Modell gewaltsamer Herrschaftssukzession, das narrativ scheitert. Doch mit dem Wachstum des Textes prosperiert auch die Beziehung zwischen Inhabern politischer Macht und ihren weisheitlichen Beratern.