Matthias Drobinski ist seit 1997 in der "Süddeutschen Zeitung" zuständig für Kirchen und Religionsgemeinschaften. Als Journalist begleitete er die Amtszeiten von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Nun berichtet er über Papst Franziskus.
Thomas Urban war als Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" von 1988 bis 2012 Zeitzeuge der großen Umwälzungen in Osteuropa.
AUTOR: Matthias Drobinski
Matthias Drobinski ist seit 1997 in der "Süddeutschen Zeitung" zuständig für Kirchen und Religionsgemeinschaften. Als Journalist begleitete er die Amtszeiten von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Nun berichtet er über Papst Franziskus.
Thomas Urban war als Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" von 1988 bis 2012 Zeitzeuge der großen Umwälzungen in Osteuropa.
Johannes Paul II. (1920 - 2005) war ein Jahrhundertpapst. Er begeisterte die Massen, und seine Besuche in Polen zeigten den Menschen im Ostblock: Es gibt eine Kraft, die stärker ist als der kommunistische Staatsapparat. Doch so sehr Karol Wojtyla in seiner Heimat stets die Reformer in der Kirche unterstützt hatte - als Papst regierte er selbst autoritär, beschnitt die Unabhängigkeit der Ortskirchen und maßregelte Theologen. Matthias Drobinski und Thomas Urban erzählen keine Heiligengeschichte, sondern porträtieren eine faszinierende Persönlichkeit, die Revolutionär und Reaktionär in Einem war.
Unter dem Eindruck des nationalsozialistischen Terrorregimes entschied sich Karol Wojtyla für das Priestertum. Er entwickelte eine Theologie, die von der Freiheit und Würde des Menschen ausgeht, der über sich und seine materielle Existenz hinausstrebt. Er half durch sein Auftreten gegen den Kommunismus, den Eisernen Vorhang einzureißen, aber unerbittlich kritisierte er auch den Materialismus des Westens. In einem mutigen Schritt hat er als Papst um Vergebung gebeten für die Schuld der Vergangenheit. Doch mit seinem Festhalten an einer rigiden Sexualmoral, dem Nein zur Frauenordination und der Verkennung des Missbrauchsskandals hinterließ Johannes Paul II. seiner Kirche ein schweres Erbe.
Urban, Thomas, Koautor
Vorwort
1. Non sum dignus
Helden des Fußballs und der Romantik
Jüdische Freundinnen und Freunde
2. Deutscher Terror und Leben im Untergrund
Zwangsarbeit, Askese und Meditation
Vom verbotenen Theater zum verbotenen Priesterseminar
3. Suche nach Nischen im Stalinismus
Römische Studien und Begegnungen
Kulturkampf an der Weichsel
Kaplan für Bauern und Studenten
Non possumus!
Christlicher Personalismus vs. absoluter Personalismus
4. Jüngster Bischof der Volksrepublik Polen
Wonne, Liebe und Verantwortung
Fleißiger Netzwerker auf dem Konzil
Triumph mit Freude und Hoffnung
5. Ein unbequemer Gegner für die Parteiideologen
Der Irrtum des kommunistischen Chefideologen
Stichwortgeber für «Humanae vitae»
Brot und Recht auf Freiheit
Große Auftritte bei Reisen in den Westen
6. Habemus papam
Überraschende Wahl des Außenseiters
Weißer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle
Alarm in den Parteizentralen in Warschau und Moskau
7. Frischer Wind in der Kurie
Ein eigenes Machtzentrum im Vatikan
Dialog der Kirchen und Religionen
Charisma und spontane Begegnungen
8. Triumph in der Heimat, Skepsis bei den Nachbarn
Bestürzung und Unmut in der Parteiführung
Papstbilder auf der Lenin-Werft
Erste Konflikte mit den Deutschen
Maßregelung der Niederländer und Jesuiten
9. Schüsse auf dem Petersplatz
Die drei Geheimnisse von Fátima
Gescheiterter Prozess um die «bulgarische Spur»
Gesäuberte Archive und falsche Gerüchte
10. Krieg der Kommunisten gegen das eigene Volk .
Spitzel und Spione im Herzen der Kirche
«Auf den Knien vor dem Papst rutschen»
11. Rigider Kurs nach innen, Dialog nach außen
Die Aufwertung des Opus Dei und der Legionäre Christi
Streit um die Befreiungstheologie
Konfrontation mit den Sandinisten
Ein revolutionäres Treffen in Assisi
Begeisterung bei der Jugend, Skepsis bei den Frauen
Reform der Kurie und Bruch mit den Traditionalisten
Ein Kardinal für Köln
12. Das Ende des Ostblocks
Werben für ein «neues Europa»
Ärger und Enttäuschung über die polnischen Landsleute
Vergebliche Einsätze für Frieden
13. Positionsbestimmung in der globalisierten Welt
Kritik am Kapitalismus und am moralischen Relativismus
Warnungen vor einer «Kultur des Todes»
Aufruf zur Ökumene, Dialog mit den Juden
Gemeinsam mit Postkommunisten für Europa
Spannungen mit dem Dritten Rom
Ein neues Bild Martin Luthers
14. Sorgen im neuen Jahrtausend
Vom Garten Gethsemane zur Grabeskirche
Ungehörte Warnungen vor Krieg in Nahost
Skandale um die sexuelle Gewalt
Unterstützung für die Europäische Union
15. Santo subito!
Am Ende des Lebenswegs
Die große Pilgerfahrt
Jubel in Polen über den deutschen Nachfolger
Nachwort
Anhang
Anmerkungen
Abkürzungsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Abbildungsnachweis
Personenregister
Über den Autor
Matthias Drobinski ist seit 1997 in der "Süddeutschen Zeitung" zuständig für Kirchen und Religionsgemeinschaften. Als Journalist begleitete er die Amtszeiten von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Nun berichtet er über Papst Franziskus.
Thomas Urban war als Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" von 1988 bis 2012 Zeitzeuge der großen Umwälzungen in Osteuropa.
Inhaltsverzeichnis
rn
rnVorwort rn
1. Non sum dignus rn
Helden des Fußballs und der Romantik rn
Jüdische Freundinnen und Freunde rn
rn
2. Deutscher Terror und Leben im Untergrund rn
Zwangsarbeit, Askese und Meditation rn
Vom verbotenen Theater zum verbotenen Priesterseminar rn
rn
3. Suche nach Nischen im Stalinismus rn
Römische Studien und Begegnungen rn
Kulturkampf an der Weichsel rn
Kaplan für Bauern und Studenten rn
Non possumus! rn
Christlicher Personalismus vs. absoluter Personalismus rn
rn
4. Jüngster Bischof der Volksrepublik Polen rn
Wonne, Liebe und Verantwortung rn
Fleißiger Netzwerker auf dem Konzil rn
Triumph mit Freude und Hoffnung rn
rn
5. Ein unbequemer Gegner für die Parteiideologen rn
Der Irrtum des kommunistischen Chefideologen rn
Stichwortgeber für «Humanae vitae» rn
Brot und Recht auf Freiheit rn
Große Auftritte bei Reisen in den Westen rn
rn
6. Habemus papam rn
Überraschende Wahl des Außenseiters rn
Weißer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle rn
Alarm in den Parteizentralen in Warschau und Moskau rn
rn
7. Frischer Wind in der Kurie rn
Ein eigenes Machtzentrum im Vatikan rn
Dialog der Kirchen und Religionen rn
Charisma und spontane Begegnungen rn
rn
8. Triumph in der Heimat, Skepsis bei den Nachbarn rn
Bestürzung und Unmut in der Parteiführung rn
Papstbilder auf der Lenin-Werft rn
Erste Konflikte mit den Deutschen rn
Maßregelung der Niederländer und Jesuiten rn
rn
9. Schüsse auf dem Petersplatz rn
Die drei Geheimnisse von Fátima rn
Gescheiterter Prozess um die «bulgarische Spur» rn
Gesäuberte Archive und falsche Gerüchte rn
rn
10. Krieg der Kommunisten gegen das eigene Volk . rn
Spitzel und Spione im Herzen der Kirche rn
«Auf den Knien vor dem Papst rutschen» rn
rn
11. Rigider Kurs nach innen, Dialog nach außen rn
Die Aufwertung des Opus Dei und der Legionäre Christi rn
Streit um die Befreiungstheologie rn
Konfrontation mit den Sandinisten rn
Ein revolutionäres Treffen in Assisi rn
Begeisterung bei der Jugend, Skepsis bei den Frauen rn
Reform der Kurie und Bruch mit den Traditionalisten rn
Ein Kardinal für Köln rn
rn
12. Das Ende des Ostblocks rn
Werben für ein «neues Europa» rn
Ärger und Enttäuschung über die polnischen Landsleute rn
Vergebliche Einsätze für Frieden rn
rn
13. Positionsbestimmung in der globalisierten Welt rn
Kritik am Kapitalismus und am moralischen Relativismus rn
Warnungen vor einer «Kultur des Todes» rn
Aufruf zur Ökumene, Dialog mit den Juden rn
Gemeinsam mit Postkommunisten für Europa rn
Spannungen mit dem Dritten Rom rn
Ein neues Bild Martin Luthers rn
rn
14. Sorgen im neuen Jahrtausend rn
Vom Garten Gethsemane zur Grabeskirche rn
Ungehörte Warnungen vor Krieg in Nahost rn
Skandale um die sexuelle Gewalt rn
Unterstützung für die Europäische Union rn
rn
15. Santo subito! rn
Am Ende des Lebenswegs rn
Die große Pilgerfahrt rn
Jubel in Polen über den deutschen Nachfolger rn
rn
Nachwort rn
rn
Anhang rn
Anmerkungen rn
Abkürzungsverzeichnis rn
Literaturverzeichnis rn
Abbildungsnachweis rn
Personenregister rn
Klappentext
Johannes Paul II. (1920 - 2005) war ein Jahrhundertpapst. Er begeisterte die Massen, und seine Besuche in Polen zeigten den Menschen im Ostblock: Es gibt eine Kraft, die stärker ist als der kommunistische Staatsapparat. Doch so sehr Karol Wojty?a in seiner Heimat stets die Reformer in der Kirche unterstützt hatte - als Papst regierte er selbst autoritär, beschnitt die Unabhängigkeit der Ortskirchen und maßregelte Theologen. Matthias Drobinski und Thomas Urban erzählen keine Heiligengeschichte, sondern porträtieren eine faszinierende Persönlichkeit, die Revolutionär und Reaktionär in Einem war.
Unter dem Eindruck des nationalsozialistischen Terrorregimes entschied sich Karol Wojty?a für das Priestertum. Er entwickelte eine Theologie, die von der Freiheit und Würde des Menschen ausgeht, der über sich und seine materielle Existenz hinausstrebt. Er half durch sein Auftreten gegen den Kommunismus, den Eisernen Vorhang einzureißen, aber unerbittlich kritisierte er auch den Materialismus des Westens. In einem mutigen Schritt hat er als Papst um Vergebung gebeten für die Schuld der Vergangenheit. Doch mit seinem Festhalten an einer rigiden Sexualmoral, dem Nein zur Frauenordination und der Verkennung des Missbrauchsskandals hinterließ Johannes Paul II. seiner Kirche ein schweres Erbe.