Wichtige Merkmale
Dr. Martin Steiner wurde mit der vorliegenden Arbeit im Fach Judaistik an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern promoviert und mit dem Dissertationspreis der Universität ausgezeichnet. Er lehrt am interfakultären Institut für Jüdisch-Chr…
Produktbeschreibung
Dr. Martin Steiner wurde mit der vorliegenden Arbeit im Fach Judaistik an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern promoviert und mit dem Dissertationspreis der Universität ausgezeichnet. Er lehrt am interfakultären Institut für Jüdisch-Christliche Forschung in Luzern.
Die Bedeutung der jüdischen Jesusforschung für eine antisemitismussensible Christologie und die Frage, wie die Beschäftigung mit Jesu jüdischer Identität das Verhältnis von Christentum und Judentum verändert, bilden die Kernpunkte des Bandes. Ein erster Schwerpunkt liegt auf der Konferenz von Seelisberg (1947), die eine neue christliche Sicht auf das Judesein Jesu erarbeitete und die Theologie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte. Darauf folgt eine Analyse der Werke von Joseph Klausner, Schalom Ben-Chorin und David Flusser, den "Klassikern" der jüdischen Jesusforschung des 20. Jahrhunderts, sowie deren Relevanz für die (christliche) Theologie. Der letzte Teil skizziert, wie eine antisemitismussensible Christologie Jesu Judesein als "wahrer Mensch und wahrer Gott" in der christlichen Bekenntnistradition integrieren kann. Die Entwicklung einer dialogischen Christologie bildet die Grundlage einer respektvollen Auseinandersetzung mit Jesu jüdischer Identität.
Der Band verbindet in drei Teilen historische, judaistische und theologische Perspektiven auf Jesus von Nazareth und ergänzt sie durch künstlerische, literatur- und religions- sowie kulturwissenschaftliche Annäherungen, die Jesu jüdische Identität thematisieren. Dabei nimmt 'Jesus in den Augen der Juden' (Amos Oz) den umfangreichsten Untersuchungsraum ein. Der aus den jüdischen Perspektiven gewonnene Mehrwert besteht christlicherseits darin, das Wesen Christi schärfer zu erfassen und antisemitismussensibler Christologie zu betreiben. Ein solcher Anstoß zu einer dialogischen Christologie ging bereits 1947 von der Seelisberg-Konferenz aus. Das 'wahre' Menschsein Jesu Christi wird reinterpretiert unter Einbezug der Geschichte als Juden.
Martin Steiner wurde im Fach Judaistik an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern promoviert und für seine Arbeit mit dem Dissertationspreis der Universität ausgezeichnet. Er lehrt und forscht am interfakultären Institut für Jüdisch-Christliche Forschung der Universtiät Luzern.
Klappentext
Der Band verbindet in drei Teilen historische, judaistische und theologische Perspektiven auf Jesus von Nazareth und ergänzt sie durch künstlerische, literatur- und religions- sowie kulturwissenschaftliche Annäherungen, die Jesu jüdische Identität thematisieren. Dabei nimmt 'Jesus in den Augen der Juden' (Amos Oz) den umfangreichsten Untersuchungsraum ein. Der aus den jüdischen Perspektiven gewonnene Mehrwert besteht christlicherseits darin, das Wesen Christi schärfer zu erfassen und antisemitismussensibler Christologie zu betreiben. Ein solcher Anstoß zu einer dialogischen Christologie ging bereits 1947 von der Seelisberg-Konferenz aus. Das 'wahre' Menschsein Jesu Christi wird reinterpretiert unter Einbezug der Geschichte als Juden.