Welcher Weihrauch passt zu welchem Anlass?
Alle Sorten in unserem Sortiment sind Duftmischungen: Weihrauchharz, kombiniert mit weiteren Harzen, Blüten oder Kräutern. Welche Mischung sich eignet, hängt vom Anlass und von Ihrer bevorzugten Duftrichtung ab.
Für Gottesdienst und Kirchenarbeit
Für den liturgischen Einsatz eignen sich Mischungen mit feierlichem, klarem Duftcharakter. Dazu zählen bei uns Cathedral, Basilica, Pontifikal, Vatikan, Dominus und Gloria Hell. Sie werden traditionell auf glühender Räucherkohle verbrannt – in Gottesdiensten, bei Sakramentenfeiern und während Prozessionen.
Für Gemeinden empfiehlt sich der Kauf mehrerer Tütchen zusammen mit Schnellzünderkohle, damit der Vorrat für mehrere Feiern reicht.
Für Gebet und private Andacht
Bei Gebet und persönlicher Andacht helfen ruhige, vertraute Duftnoten dabei, zur Ruhe zu kommen. Geeignet sind Angelus, Ave Maria, Rafael, Salomon und Lourdes Gold. Diese Mischungen lassen sich sowohl auf Kohle als auch schonend auf einem Stövchen erwärmen.
Für das Räuchern zu Hause
Zu Hause entscheidet vor allem die Methode über die Duftintensität. Auf Räucherkohle entwickelt sich der Duft sofort und kräftig. Ein Stövchen mit Teelicht erwärmt das Harz langsamer – der Duft bleibt milder und der Raum füllt sich weniger stark mit Rauch.
Wer es blumig mag, findet in Rosenduft und Jasmin zwei besonders milde Mischungen. Paradies verbindet Duftharze mit Blüten und ist ebenfalls eher zart.
Als christliches Geschenk
Unsere beiden Geschenksets für 16,95 € enthalten jeweils drei Mischungen:
Beide Sets eignen sich für Menschen, die religiöse Traditionen schätzen, und zum Kennenlernen mehrerer Duftrichtungen. Beachten Sie: Die Sets enthalten die Mischungen, aber kein Stövchen und keine Kohle. Diese bestellen Sie bei Bedarf separat mit.
Weihrauch, Olibanum, Weihrauchharz – was ist das eigentlich?
Weihrauch – fachsprachlich Olibanum – ist das an der Luft getrocknete Gummiharz von Bäumen der Gattung Boswellia. Das Harz tritt als milchiger Saft aus, wenn die Rinde eingeschnitten wird, und erhärtet an der Luft. Es besteht aus einem natürlichen Harzanteil und einem wasserlöslichen Gummianteil.
Der Name geht auf das althochdeutsche wîhrouch zurück und bedeutet so viel wie „heiliges Räucherwerk". In der Kirchensprache bezeichnet „Weihrauch" außerdem den Rauch selbst, der beim Verglühen aufsteigt.
Herkunft und Sorten
Je nach Herkunftsregion unterscheiden sich Farbe, Körnung und Duft deutlich:
Herkunft | Botanische Art | Duftcharakter |
Oman, Jemen (arabisch) | Boswellia sacra | klar, frisch, leicht zitrusartig |
Somalia, Äthiopien | Boswellia carterii | kräftig, würzig, harzig |
Indien | Boswellia serrata | warm, süßlich, aromatisch |
Diese Harze bilden die Basis vieler Räuchermischungen. In unseren Sorten sind sie mit weiteren Duftharzen, Blüten und Kräutern kombiniert.
Woran erkennt man gute Qualität?
Das Harz stammt immer vom selben Baum, wird aber zu unterschiedlichen Zeiten geerntet. Daraus ergeben sich verschiedene Qualitätsstufen. Merkmale hochwertiger Ware:
- klare bis bernsteinfarbene Körner statt trüber, staubiger Bruchstücke
- gleichmäßige Körnung, die sich sauber dosieren lässt
- deutlicher, aromatischer Eigengeruch schon im ungeglühten Zustand
- ruhige Verbrennung ohne beißenden Qualm
Dass Größe, Farbe und Duftstärke von Charge zu Charge leicht schwanken, ist normal. Weihrauch ist ein Naturprodukt.
Weihrauch in der Kirche – Bedeutung und Verwendung
In der christlichen Liturgie steht der aufsteigende Rauch symbolisch für das Gebet, das zu Gott emporsteigt. Verwendet wird Weihrauch seit dem 4. Jahrhundert, heute vor allem in der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche.
Bei der Inzens werden Weihrauchkörner auf glühende Räucherkohle gelegt. Traditionell geschieht das im Rauchfass, das an Ketten geschwenkt wird; das Harz wird dabei aus dem Weihrauchschiffchen (Navicula) mit einem Löffel aufgelegt. Duft und Rauch verleihen Gottesdiensten, Sakramentenfeiern und Prozessionen einen festlichen Charakter.
Ausführlicher Hintergrund: Geschichte, Symbolik und die Verwendung in verschiedenen Konfessionen erklären wir in unserem Ratgeber Weihrauch – Geschichte, Bedeutung und spirituelle Wirkung.
Weihrauch räuchern – mit Kohle oder mit Teelicht
| Mit Räucherkohle | Mit Teelicht |
Geeignet für | Gottesdienst, Kirchenarbeit, traditionelle Anwendung | Gebet, Andacht, ruhige Momente zu Hause |
Zubehör | hitzebeständiges Gefäß, Räucherkohle, Kohlezange, Weihrauchlöffel | Räucherstövchen mit Platte oder Sieb, Teelicht |
Duftentwicklung | sofort und intensiv | langsam und gleichmäßig |
Dauer | ca. 45–60 Minuten je Kohletablette | Brenndauer des Teelichts, ca. 3–4 Stunden |
Rauchmenge | hoch | gering |
Weihrauch mit Kohle räuchern – Schritt für Schritt
- Stellen Sie ein hitzebeständiges Räuchergefäß auf eine feuerfeste Unterlage.
- Fassen Sie die Räucherkohle mit der Kohlezange und entzünden Sie sie an einer Kante. Schnellzünderkohle beginnt sofort zu sprühen – halten Sie sie dabei vom Körper weg.
- Legen Sie die Kohle in das Gefäß und warten Sie zwei bis drei Minuten, bis sie gleichmäßig durchglüht und sich eine helle Ascheschicht gebildet hat.
- Geben Sie mit dem Weihrauchlöffel zunächst nur zwei bis drei Körner auf die Kohle. Mehr wirkt in geschlossenen Räumen schnell aufdringlich.
- Legen Sie nach etwa fünf bis zehn Minuten nach, sobald der Duft nachlässt. Eine Kohletablette trägt so mehrere Auflagen.
- Lassen Sie die Kohle nach dem Räuchern vollständig im Gefäß auskühlen. Erst dann die Asche entsorgen – am besten nach mehreren Stunden und im nicht brennbaren Behälter.
Weihrauch ohne Kohle räuchern
Auf einem Stövchen wird das Harz nicht verbrannt, sondern nur erwärmt. Ein Teelicht erhitzt dabei eine Räucherplatte oder ein Sieb, auf das Sie eine kleine Menge Harz legen.
Der Duft entwickelt sich langsamer und deutlich sanfter. Weil das Harz nicht verglüht, bleibt es länger liegen und lässt sich bei Bedarf abnehmen. Für Wohnräume, kleine Zimmer und Haushalte mit empfindlichen Rauchmeldern ist das die praktischere Methode.
Sicherheitshinweis: Räuchergefäße und Stövchen werden im Betrieb sehr heiß. Halten Sie Abstand zu Vorhängen, Papier und anderen brennbaren Materialien. Lassen Sie glühende Kohle und brennende Teelichter nie unbeaufsichtigt und halten Sie Kinder und Haustiere fern. Lüften Sie während und nach dem Räuchern gut.
Welches Zubehör brauchen Sie?
Für das Räuchern mit Kohle
Für das Räuchern mit Teelicht
Verwenden Sie ausschließlich Gefäße und Stövchen, die ausdrücklich zum Räuchern vorgesehen sind. Normales Geschirr hält der Hitze nicht stand.
Weihrauch online kaufen – was Sie vor der Bestellung klären sollten
Weihrauch in dieser Auswahl bekommen Sie im stationären Handel selten. Kirchenbedarfsgeschäfte gibt es nur in wenigen Städten, und Drogerien führen meist nur einzelne Räucherstäbchen. Über unseren Shop bestellen Sie aus dem gesamten Sortiment und erhalten die Ware nach Hause oder direkt ins Pfarrbüro.
Vor der Bestellung lohnt sich ein kurzer Abgleich:
- Anlass – Gottesdienst und Kirchenarbeit, private Andacht oder Raumduft?
- Methode – traditionell auf Kohle oder schonend auf dem Stövchen? Danach richtet sich das Zubehör.
- Duftrichtung – feierlich und würzig, warm und harzig oder eher mild und blumig?
- Menge – ein 30-g-Tütchen reicht bei privater Anwendung für viele Räucherungen. Gemeinden bestellen entsprechend mehr.
- Vorhandene Ausstattung – prüfen Sie, ob Kohle, Zange, Löffel und Gefäß bereits da sind. Die Geschenksets enthalten nur die Mischungen.
Häufige Fragen zu Weihrauch
Wo kann man Weihrauch kaufen?
Weihrauch bekommen Sie bei spezialisierten Fachhändlern für Kirchenbedarf und in Online-Shops. Bei christliche-geschenke.de finden Sie über 15 Duftmischungen ab 3,95 € je 30-g-Tütchen sowie das passende Zubehör. Wir liefern in ganz Deutschland, nach Österreich und in die Schweiz.
Wie viel Weihrauch gibt man auf eine Kohle?
Zwei bis drei Körner genügen für den Anfang. Der Duft entfaltet sich schnell und wirkt in geschlossenen Räumen stärker als erwartet. Nachlegen können Sie jederzeit – zu viel Harz auf einmal lässt sich dagegen nicht mehr zurücknehmen.
Wie lange brennt eine Räucherkohle?
Eine Kohletablette glüht in der Regel 45 bis 60 Minuten. In dieser Zeit können Sie mehrfach Harz nachlegen.
Was ist der Unterschied zwischen Weihrauch und Myrrhe?
Beide sind Harze, stammen aber von verschiedenen Baumgattungen. Weihrauch kommt von Boswellia-Bäumen und duftet frisch bis balsamisch. Myrrhe stammt von Commiphora-Bäumen und wird als herber, wärmer und erdiger wahrgenommen. In der Liturgie werden beide teils gemeinsam verwendet.
Löst Weihrauch den Rauchmelder aus?
Beim Räuchern auf Kohle ist das möglich, besonders in kleinen Räumen. Räuchern Sie mit Abstand zum Melder, lüften Sie gut und dosieren Sie sparsam. Das Erwärmen auf dem Stövchen erzeugt deutlich weniger Rauch und ist in Wohnräumen unkritischer.
Wie lange ist Weihrauchharz haltbar?
Trocken, kühl und gut verschlossen gelagert hält sich Weihrauchharz über Jahre. Der Duft kann mit der Zeit etwas nachlassen. Bewahren Sie es lichtgeschützt auf und nicht direkt neben der Heizung.
Welcher Weihrauch eignet sich für die Kirche?
Für den liturgischen Einsatz eignen sich Mischungen mit feierlichem Duftcharakter, etwa Cathedral, Basilica, Pontifikal oder Vatikan. Die Wahl richtet sich nach Anlass, gewünschter Duftintensität und Größe des Kirchenraums – in großen Kirchen darf die Mischung kräftiger sein.
Kann man Weihrauch auch ohne Zubehör räuchern?
Nein. Glühende Kohle braucht ein hitzebeständiges Gefäß und eine feuerfeste Unterlage, und das Harz sollte mit einem Löffel aufgelegt werden. Für die Stövchen-Variante genügen Stövchen, Sieb und Teelicht. Ohne passendes Zubehör besteht Brandgefahr.